Pädagogisches Konzept PDF Drucken E-Mail

 

Unser Verständnis von Bildung und Erziehung
Die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder orientiert sich in unserer Einrichtung am Entwicklungsstand des Kindes.
Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität, durch Temperament, Anlage, Stärken, Eigeninitiative und Entwicklungstempo. Daher sind die Bedingungen des Aufwachsens bei jedem Kind anders.
Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit. Sie haben einen inneren Antrieb sich weiter zu entwickeln, was Eltern gut beim Laufen oder Sprechen lernen beobachten können. Das Kind will sich fortbewegen und sich mitteilen.
Folgende Aussagen sind leitend für unser Bildungsverständnis:

 

- Das Spiel ist die Arbeit des Kindes.

Interview mit Albert Einstein:

Herr Einstein „Warum sind Sie in der Physik so erfolgreich geworden? Weil ich als Kind an Tümpeln mit Steinen und Fröschen spielen durfte, heute spiele ich mit Zahlen“.

Das Spiel ist also pädagogisches Grundprinzip für das Lernen der Kinder.

- Entscheidend für das Gelingen der angestrebten Bildungsprozesse ist eine aufmerksame, beobachtende Haltung der Erzieherinnen gegenüber dem Kind, die Impulse gibt und unterstützend begleitet.

- Kinder werden zur Neugierde animiert und finden selbst Antworten. Die Erzieherinnen regen zum Nachdenken an, Lösungen werden von den Kindern eigenständig erarbeitet.

- Frühes Lernen ist der Grundstein für lebenslanges Lernen.

„Kinder sind Kinder und keine kleinen Erwachsenen“
Wir arbeiten prozessorientiert nach dem Kind- und Situationsansatz, beziehen aber auch Anteile anderer Konzepte in unseren Alltag mit ein.
Sie finden in unserem Alltag:
- den Situationsansatz, der die inneren Themen des Kindes herausgreift und Impulse für neue Lernsituationen dazu schafft;
- Maria Montessori „Hilf mir es selbst zu tun“ indem wir Zeit, Material und Impulse zur Verfügung stellen die dem Kind die Möglichkeit geben seine Ziele und Aufgaben selbst und auf die ihm eigene Art und Weise zu lösen;
- Anteile der Reggio Pädagogik in unserem Bild vom Kind. Das Kind ist neugierig, fragend, aktiv und in ständiger Interaktion mit allem, was um es herum geschieht. Unsere Aufgabe ist es dem Kind durch Probieren, Experimentieren Möglichkeiten zu schaffen seine Fragen zu beantworten, die Dinge in Beziehung zu setzen.

 

Kinder mit besonderem Förderbedarf

Jedes Kind ist in seiner ureigensten Art ein Mensch, der sich vom anderen unterscheidet. Interessen und Begabungen, Lebenserfahrungen und Entwicklungsmöglichkeiten sind sehr unterschiedlich. Alle Kinder benötigen daher in unterschiedlicher Weise Förderung. Über diesen Ansatz hinaus gibt es Kinder, die einen speziellen therapeutischen und medizinischen Förderbedarf in der Einrichtung benötigen, sei es aufgrund einer Krankheit, seelischen Verletzungen oder familiären und kulturellen Besonderheiten. Unser Ziel ist es allen Förderbedürfnissen gerecht zu werden, sei es durch eigene Möglichkeiten oder durch Vermittlung von fachspezifischen Therapeuten und Institutionen, mit denen eine enge Zusammenarbeit angestrebt wird. Dies setzt eine intensive und individuelle Integrationsarbeit voraus. Wir sind der Ansicht, dass Kinder am besten von und mit Kindern lernen. Deshalb ist Integrationsarbeit auch grundsätzlich ein Gewinn für alle Kinder und deren Familien.

Für uns bedeutet dies, dass wir für alle Kinder und Familien offen sind.

Wichtig bei dieser Haltung ist, dass wir unsere eigenen Möglichkeiten im Auge behalten. Jede Aufnahme eines Kindes muss mit der Frage verknüpft sein: Können wir unter den gegebenen Umständen diesem Kind mit seinen Bedürfnissen gerecht werden? Mit den Eltern gemeinsam wird nach individuellen Fördermöglichkeiten gesucht. Sollte dies nicht möglich sein, suchen wir nach anderen Lösungsmöglichkeiten.