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Familiengruppen sind Gruppen mit 15-17 Kindern im Alter von 4 Monaten bis zum Schuleintritt:
Familiengruppen in Kindertageseinrichtungen können eine mögliche Antwort auf die veränderten Lebensbedingungen der Familien in unserer Gesellschaft und die Anforderungen an Lernbedingungen der frühen Kindheit sein. Familiengruppen bieten in ihrer Altersmischung ein dem realen Leben entsprechendes Lernfeld. Konstante Bezugspersonen, kein Wechsel der Gruppen und der Einrichtung bieten dem Kind ein hohes Maß an Bindung, Geborgenheit und Kontinuität, egal welche Veränderungen im Familienalltag erfolgen. Jüngere lernen von Älteren, die Älteren sichern ihre Kompetenzen durch Weitergabe und Wiederholung.
Das bedeutet für das Kind:
- optimale Gruppengröße und Lernvoraussetzungen,
- konstantes verbleiben in der Kerngruppe über die gesamte Kindergartenzeit,
- kein Einrichtungs- und Gruppenwechsel bei Veränderung der Bedürfnisse der Familien,
- übergangsloser Anschluß von der Krippen - in die Kigazeit,
- weniger Belastung für Kinder und Eltern,
- konstante Begleitung der Kinder und Eltern,
- größtmögliche Bindungschance,
- geschwisterähnliche Erfahrungen,
- langsam in neue Rollen hineinwachsen,
- durch Lehren lernen (Kinder lernen mehr voneinander),
- individuelle Förderung (geringere Kinderzahl, nicht alle Kinder haben zur gleichen Zeit die gleichen Bedürfnisse),
- früh soziale Kompetenz erwerben (Rücksichtnahme, Übernahme von Patenschaften für Jüngere),
- in Krippen fehlt es den Kindern oft an älteren, weiterentwickelten Kindern, an denen sie sich orientieren können. Insbesondere die 2 - 3 jährigen entwickeln erstmals starke Bedürfnisse nach Zusammenspiel, vor allem mit älteren Kindern. Eine altersübergreifende Gruppe bietet die Chance, auf diese Bedürfnisse einzugehen.
Das bedeutet für die Familien:
- konstante Ansprechpartner in der Einrichtung über einen längeren Zeitraum (kein Institutions- und Ortswechsel),
- einen gleichbleibenden Erziehungsstil für ihre Kinder durch längeren Verbleib in derselben Gruppe,
- ein länger andauerndes und damit auch engeres Vertrauensverhältnis zu den Ansprechpartnern in der Einrichtung,
- die Chance Geschwisterkinder in einer Einrichtung betreuen zu lassen,
- ein kontinuierliches und verlässliches Betreuungsangebot zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
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