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Unsere Kleinsten sind in die Familiengruppen integriert. Im Umgang mit Kleinkindern sind eine liebevolle Annahme und Feinfühligkeit für die Signale des Kindes von entscheidender Bedeutung.
In erster Linie möchten wir, dass sich die Kinder in unserer Einrichtung wohl fühlen. Grundbaustein einer guten Atmosphäre ist sowohl das Verhältnis der Mitarbeiterinnen zu den Kindern und Eltern, als auch der Mitarbeiterinnen untereinander. Dies erfordert, jeden einzelnen in seiner Persönlichkeit zu akzeptieren und zu respektieren. Nur so können sich sowohl die Kinder, als auch die Erwachsenen angenommen fühlen, Wärme spüren und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufbauen. Die Eingewöhnungszeit spielt hier eine besondere Rolle.
In den ersten drei Lebensjahren entdecken Kinder, dass die Welt um sie herum eine Welt voller "Werkzeuge" ist und diese Welt überwiegend durch Werkzeuge geschaffen wird. Diese Entdeckung öffnet den Kindern eine neue Welt. Mit Hilfe von Werkzeugen können sie in dieser Welt etwas bewirken, sie können Dinge schaffen und zerstören, sie können ihr Umfeld, Gegenstände „manipulieren“ und umfassend erforschen. Mit Hilfe von Werkzeugen gelingt es ihnen, ihre Bedürfnisse immer autonomer zu befriedigen.
So lernen sie, dass Laute und Geräusche, Mimik, Gestik und Bewegungen aller Art Mittel der Kommunikation sind, dass Löffel Klangwerkzeuge und Beruhigungssauger und irgendwie auch Esswerkzeuge sind, dass man mit Gegenständen Wahrnehmungsereignisse provozieren und manipulieren kann und dass Wörter, Symbole, Bilder, Gesten und Klänge als Denkwerkzeuge dienen können.
Für uns bedeutet das, den Alltag pädagogisch zu nutzen, dem Kind eine anregende Umgebung zu schaffen, es mit Alltagsdingen hantieren zu lassen und ihm den Bewegungsraum zur Entdeckung der Welt zu gewähren. Gleichzeitig geben wir Schutz und zuverlässige Begleitung. Dies wird durch unser Gruppen- und Raumkonzept unterstützt.
Die Altersstufe von 1-3 Jahren bringt zusätzliche Anforderungen an unsere Pädagogik mit sich. Hier stehen Themen im Vordergrund, wie Laufen lernen, Sprechen lernen, selbständiges Essen und Trinken, alleine An- und Ausziehen, Sauber werden u.s.w.
In der Zeit des Vormittags in der die Großen in den Werkstätten sind, finden die Minitreffs statt, können intensive Beschäftigungen, Kinderbeobachtungen und individuelle Förderung in einer ruhigen Atmosphäre stattfinden.
Die Eingewöhnung
Bildung kann nur auf einem Boden von Vertrauen stattfinden. Aus diesen Gründen legen wir auf eine gelungene Eingewöhnungszeit besonderen Wert. Wir orientieren uns dabei an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Bindungstheorie und der aktuellen Hirnforschung. Nur ein Kind das sich in einer vertrauensvollen Bindung zu einem anderen Menschen fühlt kann sich neuen Herausforderungen mutig zuwenden.
Für viele Kinder und Eltern ist der Eintritt in die Kindertagesbetreuung die erste größere Trennungssituation. Es ist unser Anliegen diese sensible Phase so zu gestalten, dass sie für alle Familienmitglieder zu einer positiven, vertrauensvollen Grundlage für die kommende Zeit werden kann.
Aus diesem Grund findet der Erstkontakt im Elternhaus statt. In entspannter Atmosphäre hat die Bezugserzieherin hier die Gelegenheit das Kind und seine Familie kennen zu lernen, viele persönliche Fragen können vertrauensvoll angesprochen und geklärt werden.
Die Eingewöhnung im Kinderhaus hat sehr individuellen Charakter. Kinder und Eltern haben die Gelegenheit, diese Zeit in ihrem eigenen Zeitrahmen zu gestalten. Sie können gemeinsam stundenweise im Kinderhaus verweilen, kurze Ablösungen üben. In der Regel können so in wenigen Tagen die Verweilzeiten im Kindergarten gesteigert werden und die Eltern ein zufriedenes Kind vertrauensvoll an die Erzieherin übergeben. Sollte sich ein Ablösungsprozess schwierig gestalten versuchen wir im Gespräch die Gründe herauszufinden und neue Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Ausführlichere Informationen zur Eingewöhnung bekommen Sie von uns.
Ernährung
Bei der Ernährung der Kleinsten orientieren wir uns an den Gewohnheiten der Familie. Im ersten Lebensjahr werden sowohl Muttermilch als auch andere Babynahrung von uns gegeben. Ab dem 1. Geburtstag gewöhnen wir die Kinder langsam an die Nahrung, die frisch von unserer Köchin zubereitet wird.
Sauberkeitserziehung
Da unser Kinderhaus von Kindern im Alter zwischen 4 Monaten und 3 Jahren besucht wird, nimmt die Hygiene Sauberkeitserziehung einen hohen Stellenwert ein. Unter Sauberkeitserziehung verstehen wir nicht nur das Wickeln und die Hinführung zum selbständigen Benutzen der Toilette, sondern auch die Körperpflege, wie z. B das Anhalten der Kinder zum selbständigen Hände bzw. Gesicht waschen.
Das "Sauberwerden"
Den Zeitpunkt für den Beginn der Entwöhnung von der Windel bestimmen primär die Eltern, in Absprache mit dem Erzieherinnen. Die Vorstellungen der Eltern sind dabei maßgebend und wir versuchen, sie in ihren Bemühungen zu unterstützen.
Das Sauberwerden wird durch folgende Punkte erleichtert:
-Den Body gegen zweiteilige Unterwäsche eintauschen.
-Dem Kind Hosen anziehen, die es selbst öffnen und herunterziehen kann.
Körperhygiene
Die Kinder werden nach Bedarf gewickelt, jedoch immer vor oder nach dem Mittagessen und nach dem Schlafen. Die Windeln werden von den Eltern mitgebracht.
Die Kinder werden von uns, wenn es nötig ist, gewaschen, bzw. leiten wir sie dazu an, es selbständig zu tun (z. B. Hände, und Mund waschen nach dem Essen, nach der Toilettenbenutzung, nach Bastelarbeiten, nach dem Spielen im Sandkasten etc.).
Alle Kinder sind fasziniert von dem Element Wasser. In Ruhe experimentieren und die vielen verschiedenen Möglichkeiten in der Verwendung von Wasser gehört zum Alltag der Kleinsten
Freispiel
In dieser Zeit dürfen die Kinder selbst entscheiden, wo, mit wem, was und wie lange sie etwas spielen möchten. Dies ist ein wichtiger Bestandteil des Tages um:
- Rücksichtnahme zu erlernen und zu üben,
- eigene Ideen zu verwirklichen,
- eigene Erlebnisse zu verarbeiten,
- Eigenmotivation zu entwickeln,
- aktive und passive Phasen selbst zu bestimmen,
- Spielpartner selbst auszuwählen,
- Gelerntes zu vertiefen und zu wiederholen,
- Sozialverhalten aufzubauen,
- Konfliktfähigkeit zu erlernen.
Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen die Kinder in dieser Zeit bei ihren Aktivitäten, beobachten, beraten, schlichten Streitereien, trösten bei Misserfolgen und Kummer und stehen als Spiel- und Ansprechpartner zur Verfügung.
Bewegung
Kleinkinder erobern sich die Welt in ständiger Bewegung und mit allen Sinnen. Bewegungserfahrung zu ermöglichen und Sicherheit gebend im Hintergrund zu beobachten gibt dem Kind die Freiheit selbst aktiv zu werden und seine individuellen Fähigkeiten weiter zu entwickeln.
Sobald unsere Kleinsten Lust auf Entdeckungsreisen zeigen, lassen wir sie das gesamte Haus mit seinen vielfältigen Möglichkeiten erkunden.
Die Materialien der Großen sind verlockend.
Aus Beobachten wird Nachahmung und viele unserer 2-Jährigen laufen schon sicher Treppen und handhaben schon ganz geschickt eine kleine Kinderschere.

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